Büro versus Homeoffice

Veröffentlicht: 06-05-2015
Geschrieben von: Dr. Musil

Im vergangenen Jahr konnte ich das 20jährige Jubiläum meiner selbständigen Tätigkeit feiern.  In dieser Zeit habe ich so einige Erfahrungen sammeln können. Eine der wichtigsten ist dabei die Erkenntnis, dass ein chic ausgestattetes Büro nicht zwingend mehr Beratungskompetenz widerspiegelt. Häufig ist sogar genau das Gegenteil der Fall. Gleichwohl vermittelt ein derartiges Büro ebenso oft ein Gefühl einer (zweifelhaften) Ehrfurcht, der eigenenen Unwissnheit und Hilflosigkeit.

Habe mir in der Zeit meiner selbständigen Tätigkeit zunächst häufiger, später immer seltener, die Frage gestellt ob es nicht doch sinnvoll ist ein entsprechendes Büro zu unterhalten. Ich arbeite bis heute von einem Home Office aus und fühle mich dabei sehr wohl und von meinen Mandanten respektiert, was durch das entsprechende Feedback immer wieder bestätigt wird. Das mag die selten von Mandaten aufgeworfene Frage nach einem Besuch in meinem "Büro" beantworten.

Na, ja, es gibt schon noch einige handfeste Gründe. Zunächst hat ein großer Teil meiner Mandaten ihren Wohnsitz nicht in Berlin und von denen wiederum ein wesentlicher Teil im Ausland, vorwiegend Südafrika und Namibia. Mit diesen korrespondiere ich in der Regel per Videotelefonie und Teamviewer sofern Details zu erläutern sind. Ein regelmäßiger Kontakt per Email ist selbstverständlich. Dabei habe ich im Übrigen gelernt, dass die Mandanten mit Wohnsitz im Ausland häufig technikfaffiner sind als die mit einem Wohnsitz in Deutschland. So ist es z.B. selbstverständlich, dass Dokumente gescannt im Anhang einer Email versandt werden.

Die Bedeutung der gesetzlichen Rentenversicherung ist zudem der Grund, warum die Beratungsgespräche sehr persönlich sind und nicht nur im Hinterbliebenfall der Besuch in den eigenen vier Wände als weitaus angenehmer empfunden wird als in einem tollen Büro. Dazu kommt, dass die für die Beratung nötigen Unterlagen ja auch nicht immer in einem Ordner zu finden sind. An dieser Stelle ergeht der Rat, sich doch einmal selbst zu überprüfen.

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